Rettert
Wir sind auf der Höhe

Fahlerkerb 2020 in Rettert 

 

Liebe Freunde der Fahlerkerb, 2020 ist es wieder soweit. Die Fahlerkerb is do! Am 8./9. August diesen Jahres wird nach 3 Jahren wieder die Kerb gehalten. Dazu haben sich bisher 21 junge Menschen zusammen gefunden, um die Tradition aufrechtzuerhalten. Im Zuge der 2. Kerbesitzung wurde der Kerbevorstand gewählt. Der diesjährige Kerbevadder ist Johannes Emmel, Schriftführerin ist Sarah Emmel und der Posten des Kassenwarts übernimmt Marcel Güth. Beisitzer sind Jan-Erik Grassmann, Elise Groß und Jonas Völzke.  V.l. Jonas Völzke, Jan-Erik Grassmann, Johannes Emmel, Elise Groß, Sarah Emmel, Marcel Güth

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Eine mehr als 650 Jahre zurückreichende Tradition ...

 

Rettert, das um 1250 erstmals erwähnte, höchstgelegene Dorf der Verbandsgemeinde, gehörte eigentlich zum Vierherrischen, war aber innerhalb der Bannzäune schon früh nassau – saarbrückisch. Die schwierige territoriale Situation führte dazu, dass die Einwohner von Rettert, wenn sie aufs Feld fuhren, eigentlich schon eine Grenze überschritten, denn die Gemarkung war vierherrisch. Es kam dazu, dass innerhalb der Bannzäune Leibeigene aller vier Landesherren wohnten. Daneben wurden Siedlungen außerhalb der Bannzäune auf vierherrischem Boden angelegt, was die Konfusion komplettierte. Auf dieser Grundlage entstand die seltsamste Kerb unserer Heimat, die Fahlerkerb! Auf dem Fahler, dem Platz vor dem Falltor der Bannzäune von Rettert, feierte die Gemeinde Laufenselden (Heidenrod) alle drei Jahre ihre Kerb. Die Retterter feierten im Dorf, und in einer Zeit, als die Obrigkeit das Tanzvergnügen am Sonntag verbot, in den Häusern. Die Zeiten, in denen es manchmal auch mit Hauen und Stechen zuging, sind gottlob vorbei, aber noch heute feiert Laufenselden auf einem Platz am Dorfrand alle drei Jahre die Fahlerkerb und die Retterter sind dabei. Danach geht es in die Häuser von Rettert, wo jeder gastlich bewirtet wird.

 
 
 
 
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